Charolais Beef an Rucola mit geröstetem Knoblauch
Für den besonderen Steakgenuss empfehle ich ein Beef von französichen Charolais-Rindern.
Seit langer Zeit wird in Frankreich bei den Viehzüchtern zwischen Milch- und Fleischrindrassen unterschieden. So konzentriert man sich in Frankreich entweder klar auf die Milchleistung oder auf die Fleischqualität. Was ist nun also dran an dem besonderen Charolais Beef? In den Herbstmonaten werden die Jungbullen zur mast in die offenen Ställe getrieben, in denen sie sehr guten Auslauf genießen können. Das wiederum hat zur Folge, dass eine gleichmäßige Muskel- und Fettansammlung entstehen kann. Resultierend daraus sind feine Fettäderchen, die dass magere Charolais Beef marmorierend durchziehen. Ein wirklicher Hochgenuss für Steakkenner. Ich habe mir dieses Gericht gestern mal so richtig gegeben!
Zutaten
- 100g frischen Rucola
- 4-6 Zehen Knoblauch
- hochwertiges Olivenoel
- 200-400g Charolais Beef
- 200g alten Pecorino
Zubereitung
Den Rucola waschen und in einem Sieb abtropfen lassen. Hochwertiges Olivenoel in einer Pfanne erhitzen. Während der Erhitzungsphase des Olivenoels, kann der Knoblauch in kleine mitteldicke Scheiben geschnitten werden. Nach dem das Oel nun heiß ist, müssen die Knoblauchscheiben in das heiße Oel gelegt werden. Die Knoblauchscheiben in dem Oel nun goldbraun rösten. Achtung, bei zu langer Röstung wird der Knoblauch sehr bitter, daher wirklich nur “goldbraun” werden lassen. Während der Röstung kann schon einmal der Rucola mit dünnen geraspelten Pecorinosplittern auf einem Teller angerichtet werden. Den fertig gerösteten Knoblauch ebenfalls über den Rucola geben. Das Oel bleibt aber in der Pfanne und wird für die Zubereitung des Charolais Beef’s verwendet.
Ich empfehle folgende Bratzeiten:
- English-Rare 2 – 4 Minuten, das Fleisch ist im Kern noch roh
- Medium 4 – 6 Minuten, das Fleisch ist im Inneren zart Rosa
- Well – Done 6 – 8 Minuten, das Fleisch ist durchgebraten
Ein kleiner Tipp: Bevor das Charolais Beef in die Pfanne wandert, sollte es 30 Minuten vorher aus dem Kühlschrank geholt werden und bei Zimmertemperatur ruhen. So bekommt das Fleisch ein optimales Aroma! Das Beef sollte von beiden Seiten leicht kross angebraten sein und nicht mit der Gabel, sondern mit einer Fleischzange gewendet werden. So kann kein wertvoller Fleischsaft verloren gehen. Nach den o.a. Bratzeiten sollten das Steak in Alufolie noch ein paar Minuten ruhen. In dieser Zeit kommt das Brotoel aus der Pfanne über den Rucola, damit zum einen der Pecorino zerläuft und zum anderen der Rucola noch wenig Charolais-Geschmack zieht. Zu diesem Essen empfehle ich einen guten Bordeaux!
Ich wünsche Euch guten Appetit!
Mai 24th, 2009 at 13:48
Yuppie! Habe gerade eine Flasche Fusion II Risling offen. Kann ich vorbei kommen?
Mai 24th, 2009 at 13:54
@Uli: klar, nur von dem Rind ist nichts mehr übrig. War gestern Abend doch glatt drei Jahre jünger am Bauch
Hatte dazu einen wirklich guten Bordeaux aus der 13.00€ Range. Das Dossier ist fertig und kommt heute Abend in den Weinspion.
Mai 24th, 2009 at 14:52
verrate uns doch bitte wo Du solches Fleisch bekommst?
Preis wäre auch immer interessant.
Den Käse hätte ich jedoch nicht über das Fleisch gerieben.
Als Steakkenner wirst Du sicherlich mal Blockhaus besucht haben? Wenn nicht, dann kann ich es nur empfehlen. Kenne noch keinen Laden, der die Qualität und den Geschmack von Blockhaus toppen konnte.
Mai 24th, 2009 at 16:54
Lecker, Lecker, da läuft einem das Wasser im Mund zusammen
Mai 24th, 2009 at 19:11
@Andy:..ja, wenn Du auf Steak stehst, dann mach mal…
@Universel: Blockhaus heißt Block House und ist mir absolut ein Begriff, weil es ein Hamburger Traditionsunternehmen ist und ich aus Hamburg komme.
Das Charolais Beef bekommst Du u.a. in der Metro. Ansonsten spreche den Schlachter Deines Vertrauens an, der wird ein Charolais Beef mit Sicherheit führen oder auf Bestellung ausliefern. Preis pro Kg in der Metro liegt derzeit bei 22,99€ brutto.
Mai 24th, 2009 at 20:03
Schaut wirklich sehr lecker aus. Obwohl ich gerade satt vom Abendessen bin könnte ich doch da glatt noch einmal zuschlagen
Mai 24th, 2009 at 22:19
[...] vom Château Mouton-Rothschild. Hier entsteht ein wunderbarer Cissac, der aus dem Jahrgang 2006 vorzüglich zu herzhaftem Fleisch passt. Den ersten Eindruck empfinde ich als sehr nobel und elegant. Die Farbe des 2006′er Cissac [...]