Agoraphobie – und Depressionen auf Raten

Ein ganz besonderer Fall beschäftigt mich seit Anfang des Jahres. Depressionen und Agoraphobie waren mir bisher nur aus den Medien bekannt.

Präambel

Eine Person erkankt an Agoraphobie und setzt alles daran wieder gesund zu werden. Der persönliche Kampf gegen sich selbst ist in diesem speziellen Fall sehr groß. Man stelle sich vor, es erscheinen in unregelmäßigen Abständen Panik- und Angstattacken, die nicht kontrollierbar sind. Hier versteht es sich von selbst, wenn der/die Betroffene nach einer gewissen Zeit die Angst vor der Angst Panik bekommt. Die Attacken explodieren bis zur Atemnot, ja sogar bis zur Ohnmacht. Wie kommt man aber nun zur Heilung?

Mit unserem Gesundheitssystem in Deutschland in diesem Fall sicherlich nicht so einfach wie bei einer Grippe. Hier muss der/die Betroffene zu allererst mal seinen/ihren Hausarzt aufsuchen. Mit dem Krankheitsbild der Agoraphobie ist das ja schon ein Wiederspruch in sich!  Es folgen Besuche bei verschiedenen Therapeuten, die sich in einem “Vorgespräch” erst mal ein Bild von der agoraphobieerkrankten Person machen wollen. Und hier kommt nun der nächste Wiederspruch: die betroffenen Personen können in vielen Fällen nur sehr schwer über Ihre Agoraphobie sprechen.

Nach verschiedenen “Agora-Diagnosen” durch verschiedene Therapeuten kommt dann schließlich eine Empfehlung Einweisung in eine Fachabteilung einer speziellen Klinik. Ich möchte an dieser Stelle kurz an die betroffene Person erinnern…. Nach diesem Werdegang hat sich der Zustand rapide verschlechtert und es sind nunmehr 6 Wochen vergangen.

Auf Anfrage in einer Spezialklinik, wie lange man bis zur Aufnahme warten müsse, erhalten die betroffenen Personen von völlig entnervten und überlasteten Sachbearbeitern Antworten wie: “Sie haben doch erst letzte Woche angerufen..” oder “Können wir nicht sagen…” oder aber auch “Wenn ein Partient vorher abspringt, rufen wir sie an..” Jeder Tag, den die betroffenen Personen auf Grund von Agoraphobie nicht die Wohnung oder das Haus verlassen können, arbeitet gengen die erkrankten Personen! Depressionen sind hier die Folge und damit ist durch unser Gesundheitssystem in Deutschland bei den betroffenen Personen  die nächste Baustelle entstanden.

Fazit

Dieser Bericht beruht auf einer waren Begebenheit, die in meinem direkten Umfeld so aufgetreten ist! Die erkrankte Person ist derzeit in ein weiteres tiefes Loch gefallen. Stellt sich hier doch die Frage, wer hat das zu verantworten und darf mit einem Menschenleben so umgegangen werden. Ich überlege derzeit gerade, ob ich noch einen weiteren Schritt gehe und mit diesem speziellen Fall an die öffendlichen Medien wie Akte 2009 oder ähnliches heran gehe?

Hiermit starte ich einen Aufruf, in dem ich um Ratschläge und Hilfe bitte, die einen weiterbringen!

Für Ihre/Eure Hilfe vorab herzlichen Dank!

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2 Kommentare to “Agoraphobie – und Depressionen auf Raten”


  1. [...] und wohl auch familiäre Probleme könnten Teile so eines Puzzles sein. Hier sind Therapeuten und die dazugehörigen Instanzen gerfagt. Da reicht es eben nicht, verschlüsselte [...]

  2. SebastianNo Gravatar meint:

    Hallo,

    ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen, den ich kurz kommentieren möchte, auch wenn er schon ein wenig älter ist.
    Für jemanden, der unter Agoraphobie, Panikattacken etc. leidet, ist die Not erfahrungsgemäß sehr groß.

    Wenn man sich schon selbst darum kümmert, in eine psychosomatische Klinik zu gehen, muss der Leidesdruck enorm groß sein, wie das damals auch bei mir der Fall war.

    Ich kann jedem nur dazu raten, verschiedene Kliniken anzuschreiben. Wenn das nichts fruchtet sollte man sich an seine Krankenkasse wenden. Eigentlich sollten sie helfen, zumal man ja eine Art Einweisung vom Hausarzt, Psychiater oder einem anderen Facharzt in Händen hält.

    Ich hoffe, dass Dein Bekannter inzwischen von seiner Agoraphobie befreit ist.

    Viele Grüße.

    Sebastian

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