Pagerank – Mythos oder Schwanzverlängerung

Seit es Suchmaschinen wie Google, Yahoo und seit einiger Zeit auch Bing gibt, ist um den Mythos Pagerank in den vergangenen Jahren eine ganze Industrie gewachsen. So möchte natürlich jeder in den SERP’s ganz oben in den Top 10 stehen.

Ein weiterer Indikator ist der sogenannte Pagerank, auch genannt PR. Je höher der Pagerank (Pagerank-Skala 1-10) einer Seite ist, desto gewichtiger ist diese Seite für die Suchmaschine Google. Der Pagerank setzt sich u.  a. aus dem Pagerank anderer Seiten zusammen, die auf diese Seite zurück verlinken. Bekomme ich also einen Backlink von eine PR 5 Seite mit dem Atribut “follow” auf meine Seite, so wird meine Seite durch diesen Backlink aus Google-Sicht aufgewertet und könnte somit in den SERP’s weiter vorn gefunden werden. Soweit denke ich für viele nichts neues. Es gibt hierzu noch weitere Faktoren, so können Unterseiten einer Startseite einen anderen PR also Pagerank aufweisen, als die eigentliche Startseite. Dazu aber in einem evtl. weiteren Post später mal mehr.

In den vergangenen Perioden hat sich hinsichtlich Pagerank so einiges bei Google getan. Es scheint, dass der PR einer Seite nicht mehr allein der Gewichtungsfaktor einer Seite zu sein scheint. Ich habe in den vergangenen Wochen am eigenen Leib erfahren müssen, dass verschiedene Seiten trotz PR 3 und PR 4 in den SERP’s (Suchergebnissen) abgefallen sind.

Vielmehr schein es seit neuestem wichtig zu sein, dass eine Seite von einem Crawler schnell gescannt werden kann, dass der Content individuell ist und das die Seite weitgehend valide ist. Es sollten per W3C Validator nicht mehr wie 10 Fehler (…eigentlich schon 10 Fehler zu viel!) vorhanden sein, gleichwohl das früher auch schon so war. Optimal wären natürlich null Fehler. Bedeutet, je valider der Code ist, je schneller die Ladezeit einer Seite und um so schneller können die Crawler einer Suchmaschine Content scannen. Hierzu (Ladezeiten einer Seite) gibt es mehrere Möglichkeiten. Javascript komprimieren, aus dem Header bedingt entfernen und in den Footer verbannen, CSS komprimieren, bei statischem Content ein vernünftiges Cashing und noch einiges mehr. Weiterhin sollte auf das Umfeld einer Website geachtet werden. Sprich, bekomme ich Backlinks von Seiten, die u. a. guten Content liefern und bei Google beispielsweise nicht auf der Abschussliste stehen.

Fazit

Mein Erfahrungswert: wenn mir jemand erzählt, hey guggst Du, hier meine Seite hat beispielsweise einen PR 4, den werde ich belächeln. Denn PR  allein ist nicht mehr nur relevant für ein gutes Ranking in den SERP’s, eher ist es ein wenig Mythos und/oder eine Schwanzverlängerung. :wink:

Abschließend

Es gibt natürlich noch viele weitere Faktoren, die zu beachten sind, um in den Suchergebnissen einer Suchmaschine weit nach vorn zu kommen. Man findet im WWW genügend brauchbares und unbrauchbares Zeugs! Ich musste das aber mal loswerden, weil mir diese Aussage Pagerank oft genug vorgehalten wird. So…! :cool:

Bookmarke diesen Post:
  • Digg
  • Sphinn
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Mixx
  • Google Bookmarks
  • Technorati
  • Wikio
  • Yigg
  • Blogosphere News

Ich schreibe gerne über Gadges, Fotografie und den allgemeinen WWW-Wahnsinn!  Weiterhin findest Du in loser Reihenfolge Posts bei den Fotoburschen von mir. Ich bin einer von den Dreien... :-)


Beiträge mit ähnlichen Tags:

  • No Related Post

3 Kommentare to “Pagerank – Mythos oder Schwanzverlängerung”


  1. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit ziemlich intensiv mit Backlinkingstrategien und den auf dem englischsprachigen Markt vorhandenen Softwaretools zur mehr oder weniger automatischen Generierung von Backlinks (auch Pings und Trackbacks).

    Aus Australien gibt es dazu eine geniale Analysesoftware names Market Samurai. Die Entwickler haben sich sehr intensiv mit den Linkbewertungsalgorithmen auf Unterseiten auseinander gesetzt. Nach deren Aussage gilt für Links von Websites aus dem gleichen thematischen Einzugsbereich folgende Bewertungsregel:

    Link von eine Seite mit PR 0 = Basiswert (z.B. 1)
    Link von PR 1 Seite: 10* PR0
    Link von PR2: 10*10*PR0
    Link von PR3: 10*10*10*PR0
    usw.
    Mit anderen Worten: Ein Link von einer Webseite mit PR2 ist für Google 100 mal so wertvoll wie ein Link von einer PR 0-Seite.

    Ist wohl eine Exponentialfunktion (ich war aber in Mathe nie ein Genie).

    Was nach meinen eigenen praktischen Erfahrungen auch noch eine echt große Rolle spielt, ist das Alter der Website sowie ein Eintrag beim DMOZ.

  2. LenardKNo Gravatar meint:

    Für mich ist der PR nicht von so großer Bedeutung, besonders wenn man das künstlich machen kann. Der Vergleich im Titel ist einfach der Hammer, toller Artikel

  3. HimollaNo Gravatar meint:

    Am 23.10. hatten wir bei einem unserer Projekte eine PR-Veränderung von 0 auf 2, obwohl es kein generelles PR-Update gab. Gibt es jetzt eventuell nur noch einzelne Updates?

Schreibe Deinen Kommentar

XHTML: Folgende TAGS sind gültig: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong> <pre lang="" line="" escaped="" highlight="">