Winnenden – E-Sport-Turnier der ESL-Liga in Stuttgart untersagt
Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden wird das geplante E-Sport Tunier der ESL-Liga untersagt. Der Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) verkündet in einer Pressemitteilung, dass er auf Grund der vergangenen Ereignisse derzeit solche Events in Stuttgart nicht akzeptieren kann.
Fakt ist aber, dass mit diesen Events auch Geld verdient wird. Diverse Hardwarehersteller betreiben hier Marketing im großen Stil. Auch die Rankinhaber der Gamecharts verdienen auf den vorderen Rängen gutes Geld. Bitte? Ja, kaum zu glauben, hier verdienen Jugendliche mit virtuellen Amokläufen Geld. Für mich äußerst fraglich. Denn gewisse Spielabläufe in einem “Ego-Shooter” weisen schon Parallelen auf. Erst kürzlich habe ich einen kleinen Post zum Thema Winnenden geschrieben. Die Reaktionen hierzu waren interessant. Ich bin der Meinung, dass man allein mit Untersagungen von solchen Events dem nicht entgegenwirken kann. Vielmehr sollte es in Zukunft als vorbeugende Maßnahme eine Art Pflichtbesuch in einem Zeitfenster von Klasse 5-10 bei Therapeuten geben, in der speziell auf kritische Verhaltensmuster untersucht wird. Dies ist aber nur eine Art Gedankenansatz, der natürlich auch noch anders aussehen könnte.
Was aber noch viel Interessanter ist, wie sieht es denn mit den Waffenbörsen und Waffenmessen aus. Hier “schlendern” ungehindert Väter mit Ihren “Ego-Shooter” – geschädigten Junioren von Waffe zu Waffe. Ich denke zu diesem Thema sollten ebenfalls Gedanken und Ansätze erarbeitet werden.